FrançaisEnglishDeutschEspañolItalianoPortuguêsNederlandsNorsk
Geld und Bezahlung, Norvège

Geld und Bezahlung

Das Erste, was man verstehen muss: In Norwegen zahlt man nicht bar. Oder fast nie. Ich habe Touristen gesehen, die mit einem Bündel frisch abgehobener Kronen ankamen und zwei Wochen später mit demselben Bündel wieder abreisten. Bargeld ist noch legal, im Alltag aber praktisch verschwunden. Café, Museum, Fähre, Dorfladen: Alles wird mit Karte oder Telefon bezahlt.

Am besten nehmen Sie eine Karte mit, die kleine Beträge ohne Gebühr bei jeder Transaktion abwickelt. Eine Karte wie Revolut oder Wise ist dafür ideal. Und ein Rat, den ich stets wiederhole: nehmen Sie zwei Karten mit, eine Kredit- und eine Debitkarte. Wird eine abgelehnt, haben Sie eine Reserve. Klingt banal, rettet aber den Reisestart.

Gute Nachricht: Apple Pay und Google Pay werden fast überall an den Terminals akzeptiert. Das Telefon reicht oft. Visa und Mastercard funktionieren überall, auch für ein Ticket von wenigen Kronen; American Express ist launischer.

Das beliebteste Zahlungsmittel der Norweger heißt Vipps. Hier ist es die App schlechthin, funktioniert aber nur mit einem skandinavischen Bankkonto: Als Tourist können Sie sie nicht nutzen. Merken Sie sich den Namen dennoch, denn Sie begegnen ihm überall, besonders auf Parkplätzen.

Gerade deshalb: Wenn Sie wandern oder Ausflüge machen wollen, halten Sie einige hundert Kronen Bargeld bereit. Ein Detail, das man kennen sollte: Norwegische Kronen sind bei einer Bank im Ausland oft schwer zu bekommen, die kaum noch welche vorrätig hat. Am einfachsten heben Sie diesen kleinen Betrag an einem Geldautomaten ab, wenn Sie erst in Norwegen sind. An Wanderparkplätzen ist manchmal nur Vipps angezeigt, und diese Scheine helfen dann weiter. Bleiben Sie aber vernünftig: Da fast alles mit Karte bezahlt wird, nutzen Sie das Bargeld womöglich gar nicht, wechseln Sie also nicht zu viel um.

Schließlich: Planen Sie Ihr Budget, denn Norwegen ist teuer. Restaurants, Alkohol, Sprit und Parken summieren sich schnell. Nicht-Ansässige können bei manchen Käufen einen Teil der Mehrwertsteuer zurückerhalten («tax free»), denken Sie bei größeren Einkäufen daran.

Kompakt

  • Zwei Bankkarten (Kredit + Debit), idealerweise eine wie Revolut oder Wise für kleine Beträge.
  • Apple Pay und Google Pay fast überall akzeptiert.
  • Vipps: für Einheimische unverzichtbar, für Touristen unbrauchbar.
  • Einige hundert Kronen an einem Geldautomaten in Norwegen abheben (im Ausland schwer zu bekommen), ohne zu übertreiben.
  • Immer in NOK zahlen, nie in der eigenen Währung.
  • Apps: Revolut, Wise.

Ich teile hier meinen doppelten Blick als Norweger, der seit jeher im Ausland lebt, und als regelmäßiger Reisender im Land, der mit denselben praktischen Fragen konfrontiert ist wie die Besucher.